Alkohol

Alkohol ist wohl das „geringste“ Problem für die Narkoleptiker. Auch schon vor der Diagnose erkennen die meisten Betroffenen, dass Alkohol in welcher Form auch immer müde macht. Während der Gesunde durch die euphorisierende, enthemmende Wirkung dieser Droge eine positive Wirkung verzeichnen kann, überwiegt beim Narkoleptiker die dämpfende Komponente.

Dementsprechend gibt es nur wenige, die dem Alkohol zuneigen. Auch bei den geselligen Zusammenkünften zum Ende der Fortbildungstagungen habe ich nur bei einigen beobachtet, dass sie mehr als gemeinhin zuträglich konsumieren. Wegen der einschläfernden Wirkung kommt es nur bei sehr wenigen so weit, dass sie einen deutlichen Rausch erkennen lassen.

Außerdem wird bei fast allen Medikamenten, die gegen die Symptome der Narkolepsie verordnet werden, auf die Wechselwirkung des Alkohols hingewiesen. Hierbei ist besonders die gleichgerichtete Auswirkung der Natrium-Gamma-Hydroxibuttersäure (XYREM®) zu beachten. Aus eigener Beobachtung verzichte ich nach Alkoholgenuss (auch schon nach einem Viertele Rotwein) auf die initiierende Dosis der Buttersäure nach dem Zubettgehen. Diese nehme ich erst zu Beginn der ersten deutlichen Wachphase.

Auch habe ich es mir angewöhnt erst dann alkoholische Getränke zu konsumieren, wenn ich sicher sein kann, dass ich spätestens eine Stunde später Gelegenheit habe, mich zur Ruhe zu legen. Das gilt sowohl für den Bier- oder Weingenuss zum Mittagessen als auch am Abend bei geselligen Veranstaltungen.